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    Medizin heute
 

Dienstag, 23. November 2010

Der Pflegedienst als Hilfestellung und Entlastung
Von medizinheute, 13:08

Schneller als es einem lieb ist, kann ein Mitglied der Familie schwer erkranken und pflegebedürftig werden. In diesem Moment tauchen einige Fragen auf. Wie stellt man sich die zukünftige Betreuung des Angehörigen vor? Nimmt man die Leistungen eines Pflegeheims in Anspruch oder soll der Angehörige im familiären Umfeld leben? Hat man sich für letzteres entschieden und möchte seinen Angehörigen in den eigenen Wänden pflegen und betreuen, so müssen nicht nur notwendige Einrichtungsgegenstände besorgt werden, sondern auch diverse rechtliche und medizinische Angelegenheiten geklärt werden. Je nach Krankheitsbild des Angehörigen muss ein Pflegedienst hinzugezogen werden, um die medizinische Betreuung sicherstellen zu können. Pflegedienste übernehmen mitunter die Vergabe von Medikamenten und führen die Körperpflege durch.
Viele Krankenhäuser und Ärzte verfügen über Listen von verfügbaren Pflegediensten, sodass sich die Suche für Angehörige nicht als sonderlich schwer erweist. Bei einem Beratungsgespräch werden die notwendigen Dienstleistungen besprochen und ein individueller Vertrag abgeschlossen. Die Bezahlung kann in unterschiedlichen Varianten gestaltet werden. Bezieht der Patient zum Beispiel Pflegegeld, so kann dieses Mittels einer Abtretungserklärung direkt an den Pflegedienst überwiesen werden. Der Restbetrag wird anschließend von den Angehörigen übernommen.
Da eine fachliche Betreuung stattfindet, kann das Pflegegeld auch gestaffelt werden, sodass beide Seiten Leistungen erhalten können.

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Legale Pflege - Alternativen zur Schwarzarbeit
Von medizinheute, 11:51

Für legale Pflege zu Hause müssen einige sehr enge teils leider unpraktikable Voraussetzungen erfüllt werden. Eine im Privathaushalt zur Pflege angestellte Hilfe muss wie jeder andere Arbeitnehmer angemeldet werden. Es werden Sozialabgaben in Höhe von ca. 40% des Bruttolohnes fällig und es müssen die Vorgaben für hierzulande Beschäftigte eingehalten werden. Das gilt beispielsweise für eine Arbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche. Diese Rahmenbedingungen machen die häusliche Pflege durch Fremdkräfte für viele unbezahlbar. Als Alternative bietet sich die Zusammenarbeit mit osteuropäischen Vermittlungsagenturen an. Hierbei werden meist weibliche Pflegehelferinnen, die bei der Agentur in ihrem Heimatland angestellt sind, in die deutschen Haushalte entsandt. Wichtig hierbei ist aber, dass der Haushalt, in dem die Pflegehilfe beschäftigt ist, ihr gegenüber nicht weisungsbefugt ist. Die Entsandte muss vorher ihre Aufgaben genau kennen und diese selbstständig in Deutschland ausführen. Sobald dies anders gehandhabt wird, gilt die Pflegehilfe als in Deutschland angestellt und es werden wiederum Sozialabgaben fällig.

Alternativ kann legale Pflege auch in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur organisiert werden. Nachdem die Gesetzgebung Anfang 2010 neu gestaltet wurde, dürfen auch osteuropäische Hilfen, die über die Arbeitsagentur vermittelt werden, pflegerische Tätigkeiten ausführen. Allerdings sind diese wiederum direkt beim Haushalt angestellt und es werden die üblichen Formalien und Kosten fällig.

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